Bratäpfel

 

Ich kenne Bratäpfel lediglich aus meiner Kinderzeit. Unsere Heizung in der Wohnung in den 50er Jahren im ‘Alten Haus von Rocky-Tocky’ im Gießener Teufelslustgärtchen bestand aus einem mit Kohlen befeuerten Küchenherd, der auch einen Backofen hatte. Im Winter setzten wir uns (meine Mutter und ich)  manchmal vor diesen Herd bei geöffneter Backröhre und einem Kissen auf der Ofenklappe, um unsere Füße zu wärmen. Auf einer der Herdplatten (mit diesen Eisenringen) wurden zwei runzlige Äpfel vom letzten Herbst aufgelegt, bis sie langsam braun brutzelten und einen wunderbaren feierlichen Geruch in die Wohnung abgaben. Irgendwann war der Apfel durch und dann schmeckte er ganz besonders köstlich. - Das also ist die einfache, rustikale Art, Bratäpfel herzustellen.

 

Barbaras Bratäpfel dagegen sind etwas gänzlich anderes. Sie sind ein exquisites Kunstprodukt, eine raffinierte Delikatesse:

 

 

 

 

 

 

 

Leider hat sich die rechte Marmeladen-Bratäpfelsorte (ein Experiment Barbaras), trotz ihrer schönen Farbe, geschmacklich nicht so bewährt wie die linke Sorte.

 

 

 

 

 

 

 

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