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Es fing alles damit an, daß wir in unserer bescheidenen Studentenzeit jenen Super-Tischgrill geschenkt bekamen. Doch Fleisch darauf braten - wie vorgesehen? Das war ja wohl Quatsch. - Andererseits, die Versuche mit dem Hawai-Toast waren auch nicht der ‘Brüller’. Schließlich entwickelten sich so nach und nach die “Pizza-Brote” als Lösung für diesen Tischgrill. Man sieht das angeschwärzte Blech unter dem Rost. Das kriegt man ums Verplatzen nicht mehr sauber und hell. Vermutlich haben sich Brotreste und sonstige Ingredienzien, die beim Grillen runterträufeln, tief in das weiche Alu-Blech eingebrannt.
Im Folgenden wird das Rezept anhand der Fotos erläutert. Es handelt sich um die scharfe ‘Manni-Variante’
Die Grundlage des Pizza-Brots bildet normales Weißbrot, also kein Toast. Das Weißbrot sollte beim Einkaufen schon vorgeschnitten sein, das erleichtert alles.
Die Weißbrotscheibe wird im Grill von einer Seite ganz leicht angeröstet. Diese angeröstete Seite bildet nun die Unterseite, während die weiche Oberseite für den Belag dient.
Das Brot etwas abkühlen lassen, erst mit Butter sodann mit Tomatenmark beschmieren. Jetzt kommen eingelegte Pepperoni kleingeschnitten auf den Belag. (Barbara verzichtet gerne darauf).
Der nächste Schritt ist der Belag mit Salamischeiben. Und damit das Pizza-Brot auch wirklich richtig scharf wird, wird die Salami noch mit Sambal Oelek bestrichen (eine sakrig scharfe Paste aus Indonesien). Auch auf dieses ‘Gift’ verzichtet Barbara gerne.
Auf die Salami mit dem Sambal Oelek kommen jetzt Tomatenscheiben, die noch mit einigen Tupfern Sardellen-Paste versehen werden, nachdem die Tomaten mit Pfeffer und Salz bestreut wurden.
Nun kommt auf diese Tomaten mit der Sardellenpaste Käse. Es handelt sich um mittelalten Gouda in Scheiben. Der Rand muß abgeschnitten werden und man muß darauf achten, daß der Käse nicht übersteht, da sonst nachher in dem Grill eine Sauerei entsteht wegen dem runtertropfenden Käse.
Jetzt wird der ganze Aufbau mit einem geeigneten Gerät (einer flachen Schaufel - siehe erstes Foto oben) auf den Grillrost gehoben, derselbe vorsichtig in den Grill geschoben und die Klappe zugemacht.
Das Pizza-Brot wird wieder herausgehoben, wenn der Käse etwas gebräunt ist und ein bißchen verläuft.
Schließlich habe ich noch eine rote Zwiebel parat, die ich mir als Letztes auf den Käse schneide. Jetzt noch etwas Pfeffer und Salz dazu - und fertig ist die Laube.
Eine wirklich delikate und gleichzeitig rustikale Angelegenheit, wenn auch die ganze Vorbereitung am Tisch etwas umständlich ist. Wenn man sich inzwischen auch etwas anderes vorbereiten kann, wird es trotzdem nicht langweilig. Ich bereite mir in der Zwischenpause des Grillens z.B. eine Scheibe mit dünnen Knoblauchscheibchen belegtes frisches (mit Butter beschmiertes) Bauernbrot (Roggenbrot mit Sauerteig) vor, die nach dem Salzen erst mal ziehen muß.
So sieht das Knoblauch-Brot aus, das ich mir zwischendurch mache:
Mit Hilfe mehrerer solcher Knoblauchbrote kann man für die nächsten beiden Tage im Haus seine eigene kleine Gasanstalt aufmachen.
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